Haushaltstechnik


Lieber Leser, liebe Leserin!

Die Küchentechnologie hat in den letzten Jahrzehnten rasante Fortschritte gemacht:

Vollautomatische Brotbackmaschinen, mikroprozessorgesteuerte Toaster, Eierkocher mit USB-Schnittstelle, Kaffeemaschinen mit piezoelektrischen Einspritzdüsen, Dunstabzugshauben mit integrierten Rauchmelder, melodisch summende Induktionskochfelder – all das bringt einen Hauch Erlebnisgastronomie in die heimische Küche.

Aber auch mit einem Schnellkochtopf kann man so einiges anstellen. Wäre ich Naturwissenschaftler, würde ich in dem Teil nicht bloß Kartoffel, Fischstäbchen, Pizza, oder chinesische Glückskekse zubereiten – ich würde mit dem Teil exakte Naturwissenschaft betreiben!

Denn mit etwas bastlerischem Geschick, einer kulanten Unfallversicherung und viel Mut zum Risiko läßt sich das Teil so umbauen, dass in dem Gerät ein sehr hoher Druck erzeugt werden kann. Kippt man nun ausreichend Wasserstoff, Methan, Helium, Ammoniak in den Schnellkochtopf, verschließt den Deckel und schiebt das Ganze zum Garen 30 bis 35 Minuten in einen Hochofen, so kann man auch ohne teure Satellitentechnik hier auf unserer Erde die atmosphärischen Verhältnisse auf dem Jupiter simulieren!

Zugegeben: Das Ganze mag für traditions-bewusste Hobbyköche gewöhnungsbedürftig erscheinen, aber ich muss daran erinnern, dass auch Stanley Miller damals seine steile Karriere mit der Zubereitung einer “Ursuppe” begonnen hat.

Er tat das nicht, um für sich und seine nerdigen Kommilitonen eine Mahlzeit zuzubereiten.

Er tat es, weil er herausfinden wollte, wie sich vor vielen Millionen Jahren auf der Erde die ersten organischen Bausteine gebildet haben könnten.

Leider hat das Interesse an Naturwissenschaft seitdem rapide nachgelassen. In den Haushaltswarenabteilungen der großen Einzelhandelsketten ist der Anteil promovierter Naturwissenschaftler am Verkaufspersonal mittlerweile auf homöopathische Dimensionen geschrumpft.

Wen wundert’s da noch, wenn gefühlte 99% der Bevölkerung Schnellkochtöpfe nur noch zum Kochen verwenden?

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Ausgangspunkt der folgenden Erörterungen ist ein YouTube-Teaser zum Kinofilm „2012“ von Roland Emmerich, in dem die Auswirkungen eines plötzlichen Anstiegs des Meerwasserspiegels dargestellt werden.

In meinem heutigen Beitrag möchte ich ergänzend dazu einige offene Punkte erörtern.

Von wissenschaftlicher Seite wird zu Recht kritisiert, das die möglichen Ursachen des im Film dramatisch überzeichneten Mega-Tsunamis nicht mit der erforderlichen wissenschaftlichen Sorgfalt herausgearbeitet werden.

Das Phänomen dieses Tsunamis lässt sich jedoch mit der folgenden Theorie physikalisch plausibel erklären:

Bei dem obskuren Objekt, das sich im Jahre 2012 der Erde nähert, handelt es sich um die wissenschaftlich noch weitgehend unerforschte sogenannte „ Russels’sche Teekanne“, die sich aus ihrem Aufenthaltsort jenseits der Oortschen Wolke der Erde nähert, um dort frisches jodhaltiges Teewasser aufzufüllen.

Aufgrund ihrer Beschaffenheit (gußeisern) und ihrer schnellen Rotation generiert die Russelsche Teekanne bei der Annäherung an die Erde ein extrem starkes Magnetfeld.

Dies alleine wäre sicher noch kein Grund zur Beunruhigung.

Berücksichtig man aber die Millionen Mini-Teekannen, die sich im Laufe der Evolution auf dem Meeresboden angesammelt haben, dann ergibt sich ein anderes Bild.

Durch das Magnetfeld der nahenden Super-Teekanne werden alle metallischen Teesiebe im Innern dieser Millionen Mini-Teekannen [1] angezogen und lösen durch ihre massiv parallel ausgerichteten Kraftvektoren den in der Emmerich’schen Untersuchung prognostizierten Mega-Tsunami aus.

Streng physikalisch betrachtet, mag man von Roland Emmerich halten was man will, aber er hat das ganz seltene Talent, die Ängste und Hoffnungen aller Menschen in einer derart mitreißenden Wasserwelle Weise auszudrücken, das selbst gestandene Profis wie z.B. Harald Lesch neben ihm wie Anfänger dastehen.

Besonders gelungen finde ich eine ganz spezielle Szene.

Die Szene, wo ein alter Mönch seine Glaubensbrüder mit einem Gong [2] über die bevorstehende Anlieferung jodhaltigen Teewassers informiert, strahlt eine tiefe spirituelle Gelassenheit angesichts der kommenden Herausforderungen aus.

Anmerkungen:
[1] die von den Teekannen ausgelösten spektakulären optischen Effekte während ihres Vorwärmens bzw. Vorglühens beim Eintritt in die Atmosphäre werden auch heute noch fälschlicherweise als UFO-Phänomene fehlinterpretiert.

[2] Twitter funktioniert dort nicht, da die Stromversorgung für die technische Infrastruktur regelmäßig durch Teewasser-Tsunamis unterbrochen wird.

Email ist wirklich eine praktische Sache. Vorbei sind die Zeiten, wo man/frau nach Feierabend und am Wochenende durch Supermärkte und Warenhäuser hetzen musste, um in mühseliger Detektivarbeit herauszufinden, von welchen Produkten und Dienstleistungen man besser Abstand nehmen sollte.

Heute kommen diese Tipps gratis übers Internet auf den heimischen PC geflattert. Einige nennen es abschätzig „spam“, aber gelegentlich sind auch echte literarische Schätze darunter.

Einen davon habe ich heute erhalten: [1]

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