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Endlich ist es soweit: Dem Klimakiller Nr. 1 geht es jetzt an den Kragen.

Der “Staun!” berichtet:

Sie gelten als Plage und stoßen jährlich etwa genauso viele klimaschädliche Gase aus wie 13 Millionen Kamele in Australien: freifahrende PKWs in Deutschland. Das Parlament plant nun, CO2-Zertifikate für jedes verschrottete Fahrzeug auszugeben und so dem Klimawandel zu trotzen.

Mit dem Abschuss spritfressender Fahrzeuge will Deutschland zur Klimarettung beitragen. Der Vorschlag, für die zerstörten Klimakiller CO2-Zertifikate auszugeben, kommt nächste Woche ins Palaverment und hat schon Zuspruch von allen Patteien.

“Die Zertifikate könnten im In- und Ausland an Klima-Dealer vertickert werden, die Verschmutzungsrechte brauchen. Es ist der Startschuss in eine COLA2-freie Zukunft ”

meinte der zuständige Startsekretär, Roland K. Wumm am Donnerstag auf einem Pressekonfetti.

In Deutschland fahren nach Schätzungen mehr als 40 Millionen PKWs. Gerade Sportwägen gelten als Landplage, weil sie sich bevorzugt auf linken Autobahnspuren paaren und in ungeschützten Kraftstoffresservoirs alle Vorräte vernichten.

Aber auch Motorräder stehen in der Kritik. Erst kürzlich drang ein Rudel des Motorradclubs „Helle Angler“ in die Reaperbahn (Hamburger Rotwildbezirk) ein und riss auf der  Suche nach Treibstoff mehrere Zapfsäulenzuleitungen und junges Gemüse auf.

Ein ähnliche Gesetzesinitiative führte in den 70er Jahren in den USA zu heftigen Debatten, als es bei Klimarettungsmassnahmen in einigen Bundesstaaten zu ungeklärten Todesfällen von Motorradfahrern kam. Die Hintergründe wurden später in der Filmreportage „Easy Rider“ mit Dennis Chopper und Peter Ford A ausführlich dokumentiert.

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 Hin und wieder gestatte ich mir den Luxus, mich anstelle mit naturwissenschaftlichen Phänomenen auch mit kulturellen Themenbereichen zu beschäftigen.

Halbwegs verständliche Beiträge finden sich zum Beispiel auf Spiegel-online.

Und exakt dort habe ich eine Perle literarischen Kulturschaffens entdeckt:

Die Mensch Maschine – Ein Playdoyer für die Beschleunigung…

Ein wahrhaft lesenswerter Online-Artikel. Und ich hatte schon befürchtet, nach den Beiträgen zum Burn-Out-Syndrom würde die Leserschaft von SPON nur noch aus Technologie-Gegnern, notorischen Weicheiern und Hobbyphilosophen bestehen.

Ich habe mich geirrt und ich möchte dem Autor Sascha Lobo aufs Schärfste zustimmen:

Ja, wir brauchen eine Kultur des Verpassens!

Aber das alleine genügt nicht, wir brauchen noch viel viel viel mehr Kultur.

Ich für meinen Teil bin ein engagierter Botschafter der Kultur der Beschleunigung und des Schnellfahrens. Unsere Lebenszeit hier auf diesem Planeten ist zu kurz und zu wertvoll, um es an roten Ampeln, Stop-Schildern und in Tempo-30 Zonen sinnlos zu vergeuden.

Erst letzte Woche hatte ich darüber eine anregende Kultur-Debatte mit der Mutter eines kleinen Jungen.

Ich hätte den Knirps vor einer Kita fast über den Haufen gefahren. Der Kleine hatte seinen MP3-Player so laut eingestellt, das er mein Dauerhupen nicht hören konnte, als er sich mitten(!!!) auf einem Zebrastreifen die Schnürsenkel band.

Wahnsinn. Einfach nur Wahnsinn.

Nichts ist sinnloser, als kostbare kinetische Energie durch Betätigung des Bremspedals in Wärme zu verwandeln.

Nichts ist ermüdender, als einer rein emotional argumentierenden Mutter die Vorzüge unserer Hochgeschwindigkeits-Gesellschaft, die Grundlagen der Thermodynamik und die Lautstärkeregelung am MP3-Player ihres Sprößlings erklären zu müssen.

Und wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin und mir vorstelle, schon morgen wieder voll in die Eisen steigen zu müssen, nur weil bildungsferne Fußgänger mutwillig über die Fahrbahn laufen und thermodynamische Desaster heraufbeschwören, dann denke ich mir:

Wir brauchen keine Kultur des Verpassens, wir brauchen eine Kultur des Verpissens.

Zum Abschluss ein kleines Quizz, passend zum Thema:

Was versteht man unter dem Begriff „Boltzmann“ ? (*)

  1. Ein Heranwachsender, der mit Kumpels auf dem Boltzplatz Fußball spielt
  2. Eine kuriose Begleiterscheinung der „Neue Männer braucht das Land“-Kultur
  3. Ludwig Boltzmann, Philosoph und Physiker, Begründer der Thermodynamik

 

(*) Lösung: Antwort 3 ist richtig

Bald ist wieder Wahlkampf und auf den Mittelsreifen deutscher Städte wird die gewohnte bunte Vielfalt an Wahlplakaten erblühen.

Ich persönlich werde dieses Mal nur Parteien in die engere Wahl aufnehmen, die in ihrem Wahlkampf auf das Aufstellen von Wahlplakaten völlig verzichten.

Unabhängig vom Inhalt des Parteiprogramm betrachte ich den routinemäßigen Einsatz von LowTec im Wahlkampf als peinliches Eingeständnis, die heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten des technologischen Fortschrittes bewusst zu ignorieren:

  • Tausende neuer Polit-Twitter-Feeds
  • Millionen von Spam-Mails mit angehängter multimedialer Powerpoint-Präsentation des Parteprogramms
  • kostenlose Handytarife, wo vor jedem Gespräch die Wahlkampfspots aller Parteien abgespielt werden….

…. all dies ist technologisch machbar, die nötige Infrastruktur vorhanden – und was technisch realisierbar ist, sollte dem Zeitgeist entsprechend auch technisch realisiert werden. Punkt.

Natürlich hat das andere Extrem auch gewisse Vorzüge. Typische Vertreter dieser Gattung:

Ein einfaches simples Wahlplakat, das jede beliebige Werbebotschaft ohne komplizierten technischen Schnickschnack übermittelt.

Zuverlässig, kein Stromverbrauch, einfach hinstellen und – in einem mehr oder weniger ramponierten Zustand – nach der Wahl einfach wieder einsammeln.

Besonders für Parteien, die sich den Wählern und Wählerinnen betont umweltbewusst und resourcenschonend präsentieren möchten, sind Wahlplakate DAS Webemedium par exellence!

Nehmen wir zum Beispiel ein schlichtes Wahlplakat aus recyclebarer hellgrauer Pappe mit einer ebenso schlichten Aufschrift:

“Dieses Wahlplakat ist recyclebar!”

Der Sinngehalt einer solchen Aussagen dürfte zwar noch unter dem der sonstigen Slogans liegen. Aber er hätte den großen Vorteil, das die Partei, die damit wirbt, sich hinterher nicht vorwerfen lassen muss, die Wähler und Wählerinnen des Landes vorsätzlich getäuscht zu haben.

Wäre das nicht ein echter Fortschritt in der politischen Kulturlandschaft?

Möglicherweise sollte ich meine subjektive Ablehnung technologiefreier Wahlkampfmedien doch noch einmal überdenken….

Lieber Leser, liebe Leserin,

heute ist der Tag gekommen, um mutig und entschlossen einem weit verbreiteten Irrglauben entgegenzutreten.

Das Thema meines akutellen Blogbeitrags lautet:

Ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Produkte aus Bioläden tatsächlich gesünder und ökologisch unbedenklicher als solche aus herkömmlichen Läden sind?

Stopp! Falsche Frage!

Der eigentliche Reiz eines Bio-Ladens liegt nicht im Produktangebot, sondern im gehobenen Unterhaltungswert.

Ich werde das gerne etwas näher erläutern.

Wenn ich nach Feierabend Zeit habe und abends noch einen Bio-Laden finde, der nicht Bio-familienfreundlich pünktlich um 18:00 Uhr schließt, dann gehe da rein!

Einfach so!

Bei vielen Bioläden kostet der Eintritt nichts und die ganz exclusiven Bioläden mit Türsteher sind heutzutage glücklicherweise noch die Ausnahme.

Also: Volle Konzentration, ein kurzer Bilck hoch zum Himmel und dann rein!

Vorher programmiere ich mir aber mein in China umweltfreundlich produziertes Handy, so dass es wenig später im richtigen Moment mit voller Lautstärke einen Bio-Klingelton abgibt.

Dann tue ich so, als würde ich ein Gespräch annehmen. Wichtig: Laut und deutlich sprechen!

„Ja bitte??….bin noch unterwegs..Ja…Ja,ja.. die neuen Versuchs-Schimpansen sind gestern angekommen …….die Micro-Sender für das Stammhirn auch?….Super!.. Aber vor dem Einpflanzen schön ordentlich desinfizieren!….was – ausgegangen?….Perish or publish!!! Deadline ist übernächste Woche!!!!….wie, Lieferzeiten? ….dann eben ohne, das geht auch ohne Betäubung……die zucken rum? Fixierbänder sind im großen Schrank hinten rechts!…Ohropax in der Schublade, ich glaub die mittlere…….was, auch nix mehr da?…na, dann stell doch einfach die Anlage lauter!….die Metallica-CD liegt noch drin……Nein! Nein! Gun s & Roses ist doch für die Kontrollgruppe! ja…gut…ok……bis später dann…und sag der Putzfrau Bescheid…keine Lust meine neuen Slipper zu versauen, Krokodilsleder ist schweineteuer!…ja, bis morgen…tschööh!“

Ich beende das Telefonat, dann frage ich die Verkäuferin, ob sie auch Fingernagelcreme ohne Tierversuche im Angebot haben.

Jetzt ist der Moment für den Schnappschuss des Monats gekommen!
Vorher schalte ich meine Handy-Cam in den Blitzmodus und stelle 3 Blendenstufen Überbelichtung ein.

Portraitaufnahmen ohne diesen alles überstrahlenden Gesichtsausdruck haben oft so etwas schrecklich Negatives an sich – finden Sie nicht auch?

Email ist wirklich eine praktische Sache. Vorbei sind die Zeiten, wo man/frau nach Feierabend und am Wochenende durch Supermärkte und Warenhäuser hetzen musste, um in mühseliger Detektivarbeit herauszufinden, von welchen Produkten und Dienstleistungen man besser Abstand nehmen sollte.

Heute kommen diese Tipps gratis übers Internet auf den heimischen PC geflattert. Einige nennen es abschätzig „spam“, aber gelegentlich sind auch echte literarische Schätze darunter.

Einen davon habe ich heute erhalten: [1]

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